Verhalten
Das momentane Verhalten eines Pferdes ist das Ergebnis aus seinen natürlichen Veranlagungen und allen Eindrücken von Außen seit seiner Geburt. Ein Pferd macht demnach für sich alles richtig.
Man unterscheidet nun zwischen
Wer macht was richtig? Der Mensch meint, alles richtig zu machen, das Pferd wiederum versucht alles richtig zu machen, doch zeigen wir den Pferden oft auf widersprüchlicher Weise, daß es fast alles falsch macht - es kann nicht mehr nachvollziehen, was man eigentlich von ihm will! Aus dieser Situation heraus, versucht das Pferd nun, für sich alles richtig zu machen, machmal im Sinne des Reiters, oft aber sind die Reaktionen des Pferdes für den Reiter nicht erwünscht. Ein Pferd, das unter Druck steht, das nicht links und nicht rechts darf, vor sich aber eine Wand hat, kann nur noch in eine Richtung ausweichen - nach oben! Das Steigen des Pferdes ist für den Reiter sicherlich nicht erwünscht! Aber auch andere Verhaltensweisen wie Bocken, Beißen, Durchgehen, sich nicht Satteln lassen, etc. sind Verhaltensweisen eines Pferdes das versucht, sich im Dschungel von Maßregeln, Korrekturen und Strafen zurechtzufinden, die vom Reiter nicht erwünscht sind, aber provoziert worden sind.
Echte Verhaltensstörungen dagegen sind ein Krankheitsbild, bedingt durch entsprechende Haltungsbedingungen und Umgangsformen, auch Neurosen genannt. Ein Pferd, das in seinem Lauftrieb so eingeschränkt wird daß es psychisch wie physisch abbaut, kann nur in eine Rolle verfallen, die letztendlich zu Krankheiten führt. Der aufgestaute und unterbundene Lauftrieb wird umgewandelt in eine andere Bewegungstherapie, sie fangen an zu Koppen, Weben, Gitterwetzen und anderen Symptomen. Diese Verhaltensstörungen sind absolut ernst zu nehmen! Da sie leider schon zu häufig auftreten, scheint es für uns schon fast normal zu sein, solche Verhaltensströrungen im Stall zu haben. Streng genommen würde ich auch starkes Schwitzen beim Auftauchen bestimmter Personen oder beim Erkennen bestimmter Gegenstände als Neurosen bezeichnen, ebenso wie häufig auftretende Kolikanfälle. Auffälliger Weise treten Koliken, gegen die Wand rennen und genannte Schweissausbrüche recht häufig auf, nachdem betroffene Pferde eine recht “harte” Ausbildung hinter sich hatten, die sich bis, oder sogar über 3 Monate hinzog.
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